Turnierreglement 2021 für Working Equitation

Print-Version: Reglement Working Equitation - WED - 2022 (9996 Downloads)

Jeder Wettbewerb der Working Equitation besteht aus bis zu vier unterschiedlichen Einzelprüfungen abhängig von der jeweiligen Leistungsklasse. Die Einzelprüfungen sind: Dressur, Stiltrail, Speedtrail und Rinderarbeit. Das Gesamtergebnis ergibt sich aus der Summe der Punkte, die in Dressur, Stiltrail, Speedtrail und Rinderarbeit erreicht werden.

Die Reitdisziplin ist offen für alle Pferderassen.

Den Veranstaltern ist es vorbehalten, die einzelnen Klassen ihres Turniers mit oder ohne Rinderarbeit auszuschreiben. Es können in der gleichen Klasse sowohl eine Wertung mit Rinderarbeit, als auch eine Wertung ohne Rinderarbeit ausgeschrieben werden. Allerdings gilt die Rinderarbeit nie als Einzelwertung.
Die Wertung einer Klasse gilt erst ab einem Starterfeld von mindestens
3 Teilnehmern.

1.1.1. Fehlende Regelungen

Bei allen hier nicht geregelten Sachverhalten verweisen wir auf die Richtlinien der FN.

In der Working Equitation gibt es 6 Leistungsklassen:

  • WF – Führzügelklasse: Stiltrail
  • WE – Einsteiger Klasse: Dressur, Stiltrail
  • WA – Anfänger Klasse: Dressur, Stiltrail
  • WL – Leichte Klasse: Dressur, Stiltrail, Speedtrail, Rinderarbeit
  • WM – Mittlere Klasse: Dressur, Stiltrail, Speedtrail, Rinderarbeit
  • WS*/WS** (Schwere Klasse/ Master Class): Dressur, Stiltrail, Speedtrail, Rinderarbeit

Junioren und Reiter mit Handicap sind in den normalen Klassen angeschlossen. Junioren werden ab 3 Teilnehmern separat gewertet, die Gesamtwertung der jeweiligen Leistungsklasse bleibt davon unberührt.
Wenn mehrere Reiter mit Handicap in einer Leistungsklasse starten, ist eine separate Wertung möglich.

1.2.1. WF – FÜHRZÜGELKLASSE

  • Teilprüfungen: Stiltrail
  • Für Pferde, die am 1. Januar des Turnierjahres mindestens 4 Jahre alt sind
  • Alter der Teilnehmer/innen 4-8 Jahre
  • Zäumungen: Einfach oder doppelt gebrochene Gebisse ohne Hebelwirkung*, zweihändig geritten. Der Führstrick muss ordnungsgemäß eingehängt sein.

* Wassertrense, Olivenkopftrense, Ringkombination aus Olivenkopf und D-Ring-Trense, D-Ring Trense, Olivenkopf mit durchlaufenden Trensenringen, Schenkeltrense, Ringkombination aus Olivenkopf- und Schenkeltrense

1.2.2. WE – EINSTEIGERKLASSE

  • Teilprüfungen: Dressur und Stiltrail
  • Für Pferde, die am 1. Januar des Turnierjahres mindestens 4 Jahre alt sind
  • Zäumungen: Einfach oder doppelt gebrochene Gebisse ohne Hebelwirkung*, zweihändig geritten.

* Wassertrense, Olivenkopftrense, Ringkombination aus Olivenkopf und D-Ring-Trense, D-Ring Trense, Olivenkopf mit durchlaufenden Trensenringen, Schenkeltrense, Ringkombination aus Olivenkopf- und Schenkeltrense

1.2.3. WA – ANFÄNGERKLASSE

  • Teilprüfungen: Dressur und Stiltrail
  • Für Pferde, die am 1. Januar des Turnierjahres mindestens 4 Jahre alt sind
  • Zäumung: Einfach oder doppelt gebrochene Gebisse*, zweihändig geritten.

* Wassertrense, Olivenkopftrense, Ringkombination aus Olivenkopf und D-Ring-Trense, D-Ring Trense, Olivenkopf mit durchlaufenden Trensenringen, Schenkeltrense, Ringkombination aus Olivenkopf- und Schenkeltrense, Kimblewick (Springkandare starr) mit einem Paar Zügeln, in den
D-Ring frei laufend eingehängt und immer mit Kinnkette, zweihändig geritten. Stangengebiss aus Kunststoff oder Metall – darf minimal beweglich sein, jedoch ohne Hebelwirkung, ohne Kinnkette.

1.2.4. WL LEICHTE KLASSE

  • Teilprüfungen: Dressur, Stiltrail, Speedtrail, Rinderarbeit
  • Für Pferde, die am 1. Januar des Turnierjahres mindestens 5 Jahre alt sind
  • Zäumung: Einfach oder doppelt gebrochene Gebisse*, zweihändig geritten. Kandare blank oder Kandare mit Unterlegtrense mit zwei paar Zügeln . Die Kandare muss eine starre Gebissstange haben. Anzüge bis 7 cm sind erlaubt. Alle Gebisse werden zweihändig geritten.

*Wassertrense, Olivenkopftrense, Ringkombination aus Olivenkopf und D-Ring-Trense, D-Ring Trense, Olivenkopf mit durchlaufenden Trensenringen, Schenkeltrense, Ringkombination aus Olivenkopf- und Schenkeltrense, Kimblewick (Springkandare starr) mit einem Paar Zügeln, in den
D-Ring frei laufend oder in den oberen Ring eingehängt und immer mit Kinnkette, zweihändig geritten

1.2.5. WM MITTELSCHWERE KLASSE

  • Teilprüfungen: Dressur, Stiltrail, Speedtrail, Rinderarbeit.
  • Für Pferde, die am 1. Januar des Turnierjahres mindestens 6 Jahre alt sind
  • Zäumung: Kandare blank – Pelham mit zwei Paar Zügeln oder Kandare mit Unterlegtrense. Die Kandare muss eine starre Gebissstange haben. Anzüge bis
    12 cm sind erlaubt. Alle Gebisse werden zweihändig geritten.

1.2.6. WS SCHWERE KLASSE

1.2.6.1. WS SCHWERE KLASSE* (1 STERNE)

  • Teilprüfungen: Dressur, Stiltrail, Speedtrail, Rinderarbeit.
  • Für Pferde, die am 1. Januar des Turnierjahres mindestens 6 Jahre alt sind
  • Zäumung: Kandare blank, Pelham. Die Kandare/ das Pelham muss eine starre Gebissstange haben. Anzüge bis 12 cm erlaubt. Nur ein paar Zügel erlaubt. Einhändig geritten.
  • Zwischen den einzelnen Zügeln dürfen maximal zwei Finger einer Hand liegen.
  • Für diese Klasse gelten die Dressuraufgabe WS1 und die Hindernisse – siehe Anhang 2: Trailhindernisse nach Leistungsklassen.

1.2.6.2. WS SCHWERE KLASSE ** (2 STERNE)

  • Teilprüfungen: Dressur, Stiltrail, Speedtrail, Rinderarbeit
  • Für Pferde, die am 1. Januar des Turnierjahres mindestens 6 Jahre alt sind
  • Zäumung: Kandare blank, Pelham. Die Kandare/ das Pelham muss eine starre Gebissstange haben. Anzüge bis 12 cm erlaubt. Nur ein paar Zügel erlaubt. Einhändig geritten.
  • Zwischen den einzelnen Zügeln dürfen maximal zwei Finger einer Hand liegen.
  • Für die Klasse gelten die Dressuraufgaben WS2 und die Meisterschaftsaufgabe, sowie die Hindernisse siehe Anhang 2: Trailhindernisse nach Leistungsklassen

1.2.7. JUNGE REITER

  • Altersklasse, die den Reitern vorbehalten ist, die am 1. Januar des Jahres, in dem sie am Turnier teilnehmen, höchstens 20 Jahre alt sind.
  • Junge Reiter dürfen mit Pferden starten, die auch schon erfolgreich mit Erwachsenen in höheren Prüfungen gestartet sind.
  • Alle Teilnehmer unter 18 Jahren müssen bei Turnierbeginn eine Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten/ Aufsichtsperson in schriftlicher Form in der Meldestelle abgeben.

1.2.8. REITER MIT HANDICAP

  • Für Reiter mit Handicap ist ihre Grade Einteilung der FN gültig. Die Reiter dürfen mit dementsprechend in ihrem Pass aufgeführten Hilfsmitteln reiten. Inwieweit das Handicap eine Teilnahme an Trail oder Rinderarbeit erschwert, muss im Einzelfall geklärt werden.

1.2.9. SONDERPRÜFUNGEN

  • Speedmaster (nur Klasse WS)
    Die besten (mindestens 5, max 50%) Teilnehmer des Speedtrails eines Turniers treten in einer gesonderten Prüfung gegeneinander an. Diese Prüfung wird als Einzelprüfung gewertet und es werden alle Teilnehmer platziert.
    Der Speedmaster-Parcours kann deutlich kürzer und vermehrt auf Tempo als der normale Speedtrail gebaut werden. Die Prüfung eignet sich für Showabende oder zu Präsentationszwecken auf großen Turnieren.
    Jeder Fehler gibt 5 Strafsekunden, ein Hindernis zerstören oder nicht korrekt beenden 20 Strafsekunden. Das erfolgreiche Stechen des Ringes
    5 Bonussekunden.
  • Show-Cup (nur Klassen WL, WM und WS)
    Beim Show-Cup entfallen die Teilprüfungen Dressur und Rinder. Alle Teilnehmer reiten zuerst einen Stiltrail und anschließend den gleichen Parcours als Speedtrail. Diese Prüfung kann losgelöst von allem anderen ausgeschrieben werden z.B. Messen, Große Turniere, Shows…
    Wertung und Platzierung: Addition der Punkte aus Stiltrail und Speedtrail (Punktevergabe pro Prüfung: n+1, n-1, n-2…), maximal 6 Platzierte.
    Der Show-Cup kann auch mit einem Speedmaster kombiniert werden. Hier kann die Teilnehmerzahl erhöht werden allerdings müssen die Teilnehmer Stil- und Speed des Show-Cups beendet haben. Der Parcours kann zur Zeitersparnis (Parcoursbesichtigung) derselbe wie aus der kombinierten Prüfung sein. Platzierung siehe Speedmaster.
  • K.O-Speed (nur Klassen WL, WM und WS)
    Es werden 2 identische Parcours mit mindestens 4 Hindernissen parallel und spiegelverkehrt mit einer Start- und Ziellinie aufgebaut. Gestartet wird auf Handzeichen. Der Teilnehmer mit den geringsten Fehlern qualifiziert sich für den nächsten Lauf, haben beide Teilnehmer gleich viele Fehler, qualifiziert sich der schnellere Teilnehmer. Es ist ein Maximum von 8 Teilnehmern zulässig, so dass das Siegerpaar maximal
    3 Läufe absolvieren muss.
    Sieger ist der Gewinner des Finalen letzten Laufs, dessen Verlierer Zweitplatzierter. Die 2 ausgeschiedenen des Halbfinales gleichplatziert auf Platz 3, die Verlierer der ersten Runde gleichplatziert auf dem 5. Platz.
  • Speed-Mannschaftsprüfung (nur Klassen WL, WM und WS)
    Die Teilnehmer schließen sich zu min. 3 Mannschaften zusammen mit je
    1 Reiter der Klasse WL, Klasse WM und Klasse WS.
    Alle Reiter reiten den gleichen Speedtrail (erst alle WL-Reiter, dann alle WM-Reiter, dann alle WS-Reiter). Zwischen den Klassensprüngen wird der Parcours in seinen Abmessungen angepasst, die Linienführung aber bleibt unverändert. Zur Wertung werden die Ergebnisse aller 3 Reiter einer Mannschaft addiert. Die schnellste Mannschaft gewinnt. Platzierung alle Mannschaften.

1.2.10. ZÄUMUNG UND AUSRÜSTUNG

  • Die Pferd-Reiter-Paare müssen die Mindestanforderung für die Reitkleidung, die Zäumung und die zur Verwendung kommenden Sättel und Gebisse entsprechend ihrer Klasse einhalten bzw. beachten. Anderenfalls können Sie nicht am Turnier teilnehmen. Alle gängigen Zäumungen sind erlaubt, die dem Gedanken des Tierschutzes entsprechen. Tierschutzwidrige Zäumungen: atembeengende Zäumungen, eisenunterlegte Nasenriemen. Die Richter dürfen jederzeit Gebisskontrollen durchführen. Das Nicht Einhalten der erlaubten Gebisse führt zur Disqualifikation des Pferdes.
  • In allen Teilprüfungen, außer der Dressur, sind Gamaschen und Bandagen erlaubt. „Schwarz-Weiß“ ist nicht erwünscht. Pferde dürfen mit Fliegenhauben/Ohrenschutz geritten werden. Die Fliegenhauben müssen farblich passend zum Pferd und in dezenten Farben gehalten werden. Ohrstöpsel und im Ohrbereich wattierte Fliegenhauben sind nicht erlaubt.
  • Hufglocken sind in den Teilprüfungen Speedtrail und Rinderarbeit erlaubt.
  • Sporen dürfen in allen Klassen eine maximale Länge von 4,5 cm inklusive Rädchen (beweglich), gemessen vom Stiefel, haben.
  • Gerten sind in den Klassen E bis L erlaubt und dürfen eine maximale Länge von 120 cm (inklusive Schlag) haben.
  • Hilfszügel jeglicher Art sind in allen Klassen prinzipiell nicht erlaubt, sowohl auf Abreite- als auch Turnierplätzen.

1.2.11. PRÄSENTATION

  • Pferd-Reiter-Paare können bezüglich Kleidung und Ausrüstung entweder der unter Punkt 1.2.12. aufgeführten Empfehlung folgen oder alternativ die stilreine Präsentation einer der klassischen Arbeitsreitweisen (Spanisch, Portugiesisch, Camargue, Italienisch, Argentinisch, Western unter anderem) wählen.

1.2.12. KLEIDUNG NATIONAL

  • Erwünschte Kleidung: Kleidung und Ausrüstung von Pferd und Reiter in einer Stilrichtung und gedeckten Farben.
  • Mindestanforderung:
    • Kopfbedeckung: Es wird ein Helm empfohlen, jedoch nicht verpflichtend; Hut oder Kappe möglich
    • Helmpflicht jedoch für Reiter mit Handicap und Reiter bis 18 Jahren
    • Langärmeliges, hochgeschlossenes Hemd oder Bluse; Weste; Halstuch oder Krawatte; lange Hose, Reitschuhe
  • Ab Leistungsklasse WL ist in Dressur und Stiltrail eine Jacke passend zur gewählten Stilrichtung verpflichtend. Bei Nichteinhaltung erfolgt Abzug in der Präsentationsnote.
  • Weitere Informationen dazu auch auf https://working-equitation-deutschland-ev.de/

1.3.1. IDENTIFIKATIONSDOKUMENTE FÜR PFERDE

  • Der Equidenpass muss immer dann vorgelegt werden, wenn der Veranstalter dies während des Turniers verlangt.
  • Aus dem Dokument haben die Identifikation des Pferdes sowie der ordnungsgemäß ausgeführte Impfplan des Pferdes hervorzugehen.
  • Dieses Dokument kann für die Dauer der Veranstaltung vom Veranstalter einbehalten werden.
  • Die Pferde müssen Impfungen nach den Richtlinien der FN nachweisen. (Nähere Infos unter:
    https://pferd-aktuell.de/veterinaermedizin/impfung/impfung

1.4.1. NENNUNGEN

  • Nennungen sind stets schriftlich mit den Vordrucken des Veranstalters oder dem Online-Nennungssystem einzureichen.
  • Ein Pferd darf auf einem Turnier in zwei Klassen von unterschiedlichen Reitern vorgestellt werden, wenn einer der Reiter ein junger Reiter ist, der in der Leistungsklasse E oder A reitet. Das Pferd darf jedoch maximal
    4 Teilprüfungen am Tag absolvieren.
  • Der Teilnehmer ist allein verantwortlich für den Abschluss einer Versicherung. Der Veranstalter haftet keinesfalls für Unfälle der Teilnehmer und oder ihrer Pferde während der Turnierzeiträume (der Turnierzeitraum beginnt am Tag vor dem Wettbewerb und endet am Tag nach dem Wettbewerb). Eine Kopie des Versicherungsscheines der Haftpflichtversicherung ist mit dem Equidenpass mitzuführen.
  • In den Klassen WL, WM und WS ist eine Mitgliedschaft im WED e.V. bei den vom WED e.V. zertifizierten Working Equitation Turnieren vorgeschrieben.

1.4.2. QUALIFIKATION FÜR LEISTUNGSKLASSEN

  • Für das Turnierjahr 2021 wird es der Selbsteinschätzung eines jeweiligen Reiters überlassen, seine Leistungsklasse selbst zu bestimmen. Der Jury ist vorbehalten, bei Überforderung von Pferd und oder Reiter, den jeweiligen Teilnehmer gegebenenfalls für die gesamte, laufende Turniersaison verbindlich neu einzustufen.
  • Auf dem Abreiteplatz wärmen die Reiter ihre Pferde auf, bevor sie in die Prüfung starten und reiten sie nach der Prüfung wieder ab.
  • Der Abreiteplatz und seine Verwendung müssen von einem Stewart (gestellt vom Veranstalter) überwacht werden. Insbesondere der sportlich korrekte Umgang mit dem Pferd ist einzuhalten. Das schließt den fortwährenden Einsatz der Gerte, Sporen und anderen Mitteln aus und kann bei Missachtung zur Disqualifikation des Ausübenden führen.
  • Jede Art von sogenannten „Hilfszügeln“ ist auf dem gesamten Turniergelände verboten.
  • Alle Teilnehmer haben sich bedingungslos den Anweisungen des Stewarts zu fügen.

Der Veranstalter unterliegt den Regulativen des jeweils gültigen Reglements des WED e.V.

Als Richter werden alle natürlichen Personen erachtet, die vom WED e.V. als solche benannt werden.

  • Eine Gruppe von Richtern wird als Jury bezeichnet. Den Vorsitz hat der Vorsitzende der Jury, die übrigen Teilnehmer werden als Mitglieder der Jury oder Richtergruppe bezeichnet.
  • Wird eine Prüfung von einem Richter gerichtet, muss dieser WED Richter sein.
  • Bei größeren Veranstaltungen empfehlen wir pro ca. 25 Starter einen weiteren Richter zu verpflichten. Die Richtergruppe muss aus WED Richtern bestehen und diese müssen auf der aktuellen Richterliste aufgeführt sein.
  • In den Stiltrail- und Speedtrailprüfungen muss sich die Richtergruppe auf dem Trailplatz befinden und eine jeweils geeignete Positionen beziehen, wovon der gesamte Trailparcours vollständig und gut einsehbar ist.
  • Der Richter ist befugt, bei Überforderung von Pferd und Reiter, bei Gefahr in Verzug oder gefährlichen Situationen den Ritt jederzeit abzubrechen und den Teilnehmer für diese Prüfung auszuschließen. Er darf an nachfolgenden Teilprüfungen erneut teilnehmen.
  • Den Anweisungen der Richter ist Folge zu leisten. Zuwiderhandlungen können zum Ausschluss des Turniers führen.
  • Unter besonderen Turnierbedingungen (z.B. Wetter, Platzverhältnisse) ist es dem Richter in Absprache mit dem Veranstalter gestattet, vom Reglement abweichende Sonderregelungen zu beschließen.
  • Generell ist nach Abnahme des Schlussgrußes in der Dressurprüfung keine Disqualifizierung (Abzüge für Verreiten, die nicht durch Glockenzeichen angezeigt wurden) durch den Richter möglich. Gleiches gilt in den Trail- und Rinderprüfungen für den Zeitpunkt nach Startfreigabe des nachfolgenden Reiters.

Bei allen Prüfungen haben ein anerkannter und akkreditierter Tierarzt, ein Sanitätsdienst und ein Hufschmied rufbereit zu sein. Verantwortlich hierfür ist der Veranstalter.

1.1.1.  Rechte

  • Jeder Reiter hat bei der Ausübung der Disziplin und der Austragung dieser Turniere das Recht auf gute technische, menschliche und sportliche Bedingungen.
  • Den Teilnehmern ist es erlaubt, mit verschiedenen Pferden in unterschiedlichen Klassen anzutreten, vorausgesetzt, die Anforderungen für die jeweilige Klasse sind erfüllt.
  • Jeder Reiter kann gegen eine richterliche Entscheidung Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzulegen. Er muss einen Antrag und eine Begründung enthalten. Als Kostenvorschuss ist ein Betrag von 50,00 Euro beizufügen oder sicherzustellen. Die Frist zum Einlegen eines Einspruchs endet mit Beginn der Prüfung, wenn der Einspruchsgrund vorher bekannt war oder eine halbe Stunde nach Veröffentlichung der Ergebnisse, wenn Verstöße während der Prüfung oder das Ergebnis beanstandet werden. Um über den Protest zu entscheiden, wird ein Gremium gebildet. Dieses Besteht aus dem vorsitzenden Richter, einem Vertreter des Veranstalters und einem erfahrenen Reiter, der nicht in der gleichen Klasse startet wie der Protestierende. Die Entscheidung dieses Gremiums ist abschließend. Wenn dem Einspruch stattgegeben wird, erfolgt eine Kostenerstattung.
  • Nachdem die Bewertungsprotokolle und die Rangierung einer Teilprüfung durch den Vorsitzenden der Jury abgenommen und veröffentlicht worden sind, müssen diese den Teilnehmern zur Einsicht bereitgestellt werden.

1.1.2. Pflichten

  • Die Teilnehmer müssen sich, nach erfolgreicher Nennung zum Turnier, ordnungsgemäß bis eine Stunde vor Prüfungsbeginn zur Startfreigabe melden. Anderenfalls können sie nicht an den Prüfungen teilnehmen.
  • Die Teilnehmer haben das Regelwerk des WED zu beachten und alle Entscheidungen der Jury zu respektieren.
  • Die Teilnehmer sind als Reiter-Pferdepaar bis zu einer Platzierung des
    6. Platzes grundsätzlich verpflichtet, an der Siegerehrung teilzunehmen. Nichtteilnahme hat die Aberkennung der Platzierung zu Folge.
  • Zur Identifikation des Pferd/Reiterpaares haben die Pferde innerhalb und außerhalb der Prüfung immer sichtbar eine Startnummer zu tragen.

Jeder Reiter hat das Recht, einen Pfleger und einen Trainer mitzubringen. Diese dürfen sich auch in den, an die Reitplätze angrenzenden Bereichen (Ställe und Abreiteplatz) aufhalten.

Es gelten die Doping Bestimmungen der FN
Weitere Information unter:
https://www.pferd-aktuell.de/fairersport/fairer-sport

3.1.1 Tierärztliche Untersuchungen

  • Der Veranstalter bzw. die zuständigen Richter können bei jeder Leistungsprüfung eine Medikationskontrolle und oder Verfassungsprüfungen/ Pferdekontrollen durch einen Tierarzt veranlassen.
  • Ebenso können stichprobenartig Dopingkontrollen vorgenommen werden, entsprechend den Bestimmungen der LPO.
  • Bei Landes- und Deutschen Meisterschaften ist eine Verfassungsprüfung vor Turnierbeginn vorgeschrieben. Bei allen anderen Turnierveranstaltungen wird eine Verfassungsprüfung empfohlen. Das Pferd muss bei der Verfassungsprüfung mit einer Zäumung mit Gebiss vorgestellt werden. Der Vorführer hat in angemessener Kleidung zu erscheinen. Dazu gehört mindestens eine lange Hose und festes Schuhwerk oder Turnierkleidung.

3.1.2 Startreihenfolge

  • Die Festlegung der Startreihenfolge für die Dressurprüfung wird ausgelost. Die Auslosung erfolgt durch den Veranstalter oder einen Richter. Alternativ kann die Startreihenfolge in alphabetischer Reihenfolge der Pferdenamen durch den Veranstalter festgelegt werden.
  • Die Startreihenfolge der Dressur bleibt für die Teilprüfungen Stiltrail und Rinderarbeit erhalten. Nur in der Teilprüfung Speedtrail wird in umgekehrter Reihenfolge zum vorläufigen Gesamtergebnis gestartet.
  • Die Starterliste muss mindestens eine Stunde vor Beginn der Teilprüfung ausgehängt werden.
  • Nach dem Aufruf haben die Teilnehmer 60 Sekunden Zeit, um in den Prüfungsplatz einzureiten. Nach dem Läuten der Glocke, hat der Reiter
    60 Sekunden Zeit die Prüfung zu beginnen. Nichteinhaltung führt zur Disqualifikation.
  • Bei Klassen, deren Teilprüfungen direkt nacheinander geritten werden, muss zwischen den Prüfungen mindestens ein Zeitraum von 15 Minuten liegen.

3.1.3 Bewertungssysteme

  • Bei den Dressurprüfungen vergeben die Richter Wertnoten für die Lektionen, die im jeweiligen Dressurprotokoll festgelegt wurden.
  • Beim Stiltrail vergeben die Richter eine Wertnote für jedes Hindernis, das bewältigt wurde.
  • Beim Speedtrail erfolgt die Bewertung durch Zeit.
  • Bei der Rinderarbeit erfolgt die Bewertung durch Zeit.

3.1.3.1 Bewertungen

Beurteilt werden:

  • Die Leistungen von Teilnehmer und Pferd
  • Der Grad der Ausbildung des Pferdes in Anlehnung an die Skala der Ausbildung der FN:
    https://www.pferd-aktuell.de/ausbildung/ausbildung-des-pferdes
  • Sitz und Einwirkung, Hilfengebung des Reiters, sowie die Korrektheit der Hufschlagfiguren, Lektionen und Bewältigung der Hindernisse.
  • Gesamtbild: Korrektheit der Ausrüstung, Kleidung, Erscheinungsbild des Pferdes und Musikwahl (Hintergrundmusik) bilden abschließend die Präsentationsnote.
  • Alle Aufgaben, die von den Richtern in den Prüfungen mit Wertnoten bewertet werden (Dressur und Stiltrail), sind im Prüfungsprotokoll nummeriert und definiert.

 

  • Die Übungen der Dressur- und Stiltrailprüfung werden folgendermaßen, mit 0 bis 10 Punkten bewertet:

10         Ausgezeichnet
9            Sehr gut
8            Gut
7            Mehr als zufriedenstellend
6            Zufriedenstellend
5            Ausreichend
4            Unzureichend
3            Mangelhaft
2            Schlecht
1            Sehr schlecht
0            Nicht ausgeführt

3.1.3.2 Koeffizienten und Punktevergabe

  • Die Teilprüfungen Dressur, Stiltrail, Speedtrail und Rinderarbeit gehen zu je 1/4 gleichberechtigt in das Gesamtergebnis ein. Ist die Klasse ohne Rinderarbeit ausgeschrieben, gehen die Teilprüfungen Dressur, Stil- und Speedtrail zu je 1/3 gleichberechtigt in das Gesamtergebnis ein.
  • In jeder Prüfung werden die Punkte folgendermaßen an die Teilnehmer vergeben: 1. Rang: n+1; 2. Rang: n-1; 3. Rang n- 2; 4. Rang: und folgende n-3 etc.
    (n = Anzahl aller Reiter-Pferd-Paare, die Startbereitschaft zur ersten Teilprüfung erklärt haben)
  • Teilnehmer, die von einer der Prüfungen ausgeschlossen wurden oder aufgeben, erhalten in dieser Prüfung 0 Punkte.
  • Ergebnisgleichstand nach einer Teilprüfung: die Punkte der entsprechenden Ränge werden addiert und durch die Anzahl der Gleichstände geteilt.
  • Ergebnisgleichstand in der Gesamtwertung: Es zählt das bessere Ergebnis der Dressur. Sollte das Ergebnis in der Dressur gleich sein, zählt das bessere Ergebnis im Stiltrail. Sollte das Ergebnis des Stiltrails gleich sein, zählt das bessere Ergebnis im Speedtrail.

3.1.4 Berichtigungen auf den Richterblättern und nicht erteilten Wertungen

Alle Berichtigungen oder Ausbesserungen des Richters auf dem Wertungsblatt müssen vom entsprechenden Richter abgezeichnet werden. Anderenfalls vergibt der Veranstalter die jeweilige Wertung nicht, bis sie vom entsprechenden Richter bestätigt wurde.

  • Die Prüfungsplätze müssen einen ebenen Boden ohne Steine haben. Der Boden besteht aus für den Reitsport geeignetem Material. Auf diesen ist in der Turnierausschreibung hinzuweisen.
  • Das Dressurviereck hat die Maße von 20 x 40 Meter und eine Begrenzung mit einer Höhe von 30 cm bis 50 cm. Die Begrenzung muss mindestens
    2 Meter von der Außengrenze des Platzes entfernt sein, wenn das Prüfungsgelände ausreichend groß ist. Anderenfalls wird sie so angebracht, dass die besten sportlichen Bedingungen für die Teilnehmer gewährleistet sind. Für den Ausführungsort der Trailprüfungen gibt es keine festgelegten Maße, die ideale und empfohlene Fläche beträgt jedoch 70 x 40 Meter mit einer Begrenzung von 50 cm bis 150 cm Höhe.
  • Wenn die Prüfung in einer Reithalle stattfindet, dürfen die Seiten der Reithalle (Banden) die Begrenzung des Vierecks darstellen.
  • Der Eingang des Vierecks hat eine Breite von circa 2 Metern. Er befindet sich an einer beliebigen Stelle.
  • Der Eingang zum Viereck muss nicht unbedingt geschlossen sein.
  • Wenn möglich, ist das Publikum mindestens 2 Meter vom Viereck entfernt. Anderenfalls muss es sich in der größtmöglichen Entfernung befinden, vorausgesetzt, dass die geringere Entfernung die Ausführung der Leistungen der Teilnehmer nicht beeinträchtigt.
  • Der Abreiteplatz muss sich in unmittelbarer Nähe des Vierecks befinden und dem Viereck so gut wie möglich entsprechen (insbesondere hinsichtlich des Bodens). Die Lautsprecheranlage sollte auch am Abreiteplatz vorhanden sein.
  • Andere Pferde sollten mindestens 5 Meter vom Prüfungsviereck entfernt sein, um den Prüfungsablauf nicht zu stören.
  • Bei den Dressurprüfungen aller Leistungsklassen ist das Viereck gemäß den Vorschriften der FEI für Dressurprüfungen mit Buchstaben gekennzeichnet.
  • Lahmheit und Verletzungen des Pferdes. Bei einer diesbezüglichen Disqualifikation darf das Pferd-Reiter-Paar am laufenden Turnier nicht weiter teilnehmen.
  • Jegliche Verletzungen am Körper des Pferdes, die von Gebiss und Sporen verursacht sind, ebenso wie ältere unbehandelte Verletzungen.
  • Misshandlung des Pferdes durch den Reiter, auch auf dem Abreiteplatz.
  • Einsatz von Stoffen, die Verletzungen überdecken (wie farbige Sprays, Aluminiumoxyd, Methylenblau, Schuhcreme, etc.). Einsatz dieser bei älteren Verletzungen muss dem Richter oder Stewart rechtzeitig angesagt werden.
  • Sturz des Reiters oder Pferdes
    • Ein Sturz des Reiters liegt vor, wenn er sich ohne Sturz des Pferdes von diesem trennt und erneut aufsitzen oder aufspringen muss um in den Sattel zu gelangen.
    • Ein Sturz des Pferdes liegt vor, wenn Schulter und Hüftpartie des Pferdes gleichzeitig den Boden berühren.
  • Mehrfache Verweigerung der Vorwärtsbewegung und Steigen
  • Überschreiten des Zeitlimits von 60 Sekunden zwischen Läuten der Glocke und Beginn der Prüfung.
  • Die Arbeitshand darf innerhalb einer Teilprüfung nicht gewechselt werden.
  • Missachtung der Vorgaben zu Kleidung und Ausrüstung (z. B. Gebisse, Sporen, Gerte).
  • Wer in einer Teilprüfung nicht antritt, ist im Gesamtergebnis disqualifiziert und darf auch in den nachfolgenden Teilprüfungen nicht mehr antreten.
  • Generell ist nach Abnahme des Schlussgrußes in der Dressurprüfung keine Disqualifizierung (Abzüge für Verreiten, die nicht durch Glockenzeichen angezeigt wurden) durch den Richter mehr möglich. Gleiches gilt in den Trail- und Rinderprüfungen für den Zeitpunkt nach Startfreigabe des nachfolgenden Reiters.
  • Leistungsklasse WS/ Masterclass: In dieser Klasse müssen die Zügel mit einer Hand geführt werden. Diese darf nicht gewechselt werden. In welcher Hand die Zügel geführt werden, steht dem Reiter frei.
    • Kommt die freie Hand vor die zügelführende Hand, wird dies mit Abzug von 5 Punkten in Dressur und Stiltrail, im Speedtrail mit
      5 Strafsekunden geahndet. Beim 3. Mal erfolgt der Ausschluss.
    • Eingriff in den Zügel oder Berühren des Zügels mit der freien Hand vor der zügelführenden Hand, führt zum sofortigen Ausschluss.
    • Zwischen den einzelnen Zügeln dürfen maximal 2 Finger einer Hand liegen.
  • Wurde der Reiter in einer Teilprüfung disqualifiziert, darf er in den nachfolgenden Prüfungen erneut starten.
  • Bei der Dressurprüfung gibt es je nach Klasse festgelegte Lektionen.
  • In den Klassen WE (Einsteiger) und WA (Anfänger) darf die Aufgabe vorgelesen werden.
  • Nach dem Läuten der Glocke hat der Teilnehmer 60 Sekunden Zeit, um mit der Prüfung zu beginnen. Die Prüfung beginnt mit dem Einreiten auf die Mittellinie.
  • Das Grüßen der Jury wird immer auf einem stillstehenden Pferd ausgeführt. Reiter heben ihren Hut mit der rechten Hand. Reiterinnen oder Reiter mit Reithelm grüßen mit einem leichten Senken des Kopfes und einer Bewegung des rechten Arms abwärts seitwärts.
  • Während der Prüfung sollte von Seiten des Turniersprechers keine Bemerkung zur Geschichte des Pferdes und oder des Reiters gemacht werden. Dies darf nur während der Vorbereitungsphase, vor Beginn der Prüfung oder während des Ausritts nach Beenden der Prüfung geschehen.
  • Es empfiehlt sich, die Prüfung mit Begleitung eines, an den Ablauf der Übungen angepassten Musikstücks auszuführen. Dazu erstellen die Reiter einen geeigneten „Datenträger“ entsprechend der jeweiligen Ausschreibung. Dieser muss deutlich mit Namen des Pferd-Reiter-Paares und Prüfungsnummer gekennzeichnet sein und rechtzeitig in der Meldestelle hinterlegt werden.
    Der „Datenträger“ sollte außerdem so vorbereitet sein, dass die Musik gemeinsam mit dem Prüfungsbeginn startet, sei es auf Handzeichen des Reiter vor dem Einritt oder direkt nach der Grußaufstellung.
  • Sollte die Musik nicht zeitgerecht auffindbar sein oder gar vertauscht werden, wird die 60-Sekunden Startregel kurzfristig ausgesetzt, um eventuell die passende Musik zu finden oder die Entscheidung für eine Prüfung ohne Musik zu treffen.
  • Bringt der Reiter keine eigene Musik mit, wird ihm diese gestellt.
  • Die Prüfung endet mit dem Schlussgruß.
  • Betreten des Vierecks vor dem Glockenzeichen
    (Ausnahme: Einritt von Innen)
  • Beginn der Prüfung vor dem Glockenzeichen
  • Beginn der Prüfung ohne Gruß
  • Verlassen des Vierecks mit allen vier Beinen.
  • Verweigerung der Vorwärtsbewegung für mehr als 10 Sekunden oder Steigen.
  • Verreiten (für alle Klassen)
    1. Verreiten: -5 Punkte
    2. Verreiten: -5 Punkte
    3. Verreiten:  Disqualifikation

Der Stiltrail ist eine Prüfung, die sich aus verschiedenen Hindernissen zusammensetzt. Es gelten die Bewertungskriterien der Dressur. Das Pferd-Reiter-Paar muss die vorgegeben Hindernisse im Schwierigkeitsgrad seiner entsprechenden Leistungsklasse bewältigen.

  • Die Start- und Ziellinie ist deutlich zu kennzeichnen.
  • Alle Hindernisse sind deutlich sichtbar in der zu bewältigenden Reihenfolge zu nummerieren und mit roten und weißen Markierungen zu versehen (rot rechts und weiß links).
    Die Hindernisnummern befinden sich rechts vom Hindernis und sollten vom vorherigen Hindernis gut einsehbar sein.
  • Damit ein Hindernis als bewältigt erachtet wird, muss:
    • Der Reiter in der richtigen Richtung durch die Eingangsmarkierungen reiten,
    • der Reiter das Hindernis in der beschriebenen Reihenfolge absolvieren, etwaiges Verreiten im Hindernis muss umgehend korrigiert werden,
    • das Pferd-Reiter-Paar die erforderlichen technischen Manöver für die Bewältigung des Hindernisses entsprechend seiner Leistungsklasse erfüllen,
    • das Pferd mit allen 4 Hufen oder entsprechend der Beschreibung des jeweiligen Hindernisses dieses zwischen den Ausgangsmarkierungen verlassen haben.
  • Jedes Hindernis kann dekoriert sein. Die Bewältigung des Hindernisses darf durch den Schmuck nicht behindert werden. Ein Umfallen der Dekoration wird nicht als Fehler bewertet.
  • Der Veranstalter gestaltet den Parcours und lässt diesen von der Richterjury freigegeben. Der vorsitzende Richter kann jederzeit aufgrund besonderer Anforderungen oder Wetterverhältnisse Hindernisse oder die an das Hindernis gestellten Anforderungen verändern. Dies muss allen Reitern während der Parcoursbesichtigung mitgeteilt werden.
  • Die Parcoursskizzen müssen bei Turnierbeginn aushängen.
  • Vor Beginn der Prüfung können die Teilnehmer den Parcours abgehen. Dazu wird der Parcours den Reitern und Trainern für mindestens
    15 Minuten freigegeben. Der Vorsitzende der Jury zeigt das Öffnen und Schließen des Parcours mit einer Glocke oder durch Mitteilung an.
  • Die Parcoursbesichtigung des Reiters hat in kompletter Turnierkleidung inklusive Kopfbedeckung zu erfolgen.
  • Nach dem Schlusssignal darf sich kein Teilnehmer in dem Parcours aufhalten. Am Parcours darf nichts mehr geändert werden. Die Prüfung beginnt mindestens zehn Minuten später, um dem ersten Prüfungsteilnehmer das Aufwärmen seines Pferdes zu ermöglichen.
  • Die Teilnehmer begeben sich nach der Startreihenfolge in den Parcours.
  • Der Reiter grüßt die Jury.
    Nach dem Läuten der Glocke durch den Vorsitzenden der Jury hat der Teilnehmer 60 Sekunden Zeit, um mit der Prüfung zu beginnen. Die Prüfung beginnt nach Durchreiten der Startlinie und endet mit dem Durchreiten der Ziellinie und dem anschließenden Gruß.
  • Mindestanzahl – und Maximalanzahl von Hindernissen der einzelnen Klassen, mit Ausnahme der Sonderprüfungen (siehe auch Anhang 1)
    •       WE:          6-8 Hindernisse
    •       WA:         6-8 Hindernisse
    •       WL:          8-12 Hindernisse
    •       WM:        10-14 Hindernisse
    •       WS:          12-16 Hindernisse
  • Die Prüfung endet mit dem Schlussgruß.
  • Nach mehr als 10 Sekunden Verweigerung der Vorwärtsbewegung oder dreimaligem ersichtlichen Verweigern vor einem Hindernis dürfen Reiter der WE und WA das Hindernis auslassen. Das entsprechende Hindernis wird dann mit 0 Punkten bewertet.
  • Es besteht die Möglichkeit, im Parcours für ein bestimmtes Hindernis ein Alternativhindernis anzubieten. Die Wertnote für das korrekt absolvierte Alternativhindernis ist dabei jedoch nie höher als 6.
  • Nichtgrüßen der Jury am Anfang und am Ende der Prüfung, Schlussgruß bei Speedtrail darf entfallen.
  • Durchreiten der Startlinie vor Läuten der Glocke.
  • Nicht Durchreiten der Ziellinie.
  • Durchreiten der Ziellinie vor Beendigung des Parcours.
  • Durchreiten eines noch nicht bewältigten Hindernisses nach Läuten der Glocke. Vorher sind alle Linien frei gegeben. Hindernisse dürfen jedoch vor Prüfungsbeginn nicht bewältigt werden.
  • Nach mehr als 10 Sekunden Verweigerung der Vorwärtsbewegung,  dreimaligem ersichtlichen Verweigern oder Steigen (Reiter WE und WA dürfen das Hindernis auslassen. Dieses wird dann mit 0 Punkten bewertet)
  • Verreiten: Als Verreiten werden Fehler im Anreiten des Hindernisses oder eine falsche Reihenfolge bei ihrer Bewältigung bezeichnet. Das Verreiten muss von der Jury sofort beim Erkennen oder spätestens bis zum Anläuten des nächsten Starters angezeigt werden.
  • Als Verreiten gilt, wenn der Reiter:
    • Hindernis (x+1) anreitet, ohne Hindernis x bewältigt zu haben.
    • Eine Komponente eines Hindernisses anreitet, ohne die Eingangsmarkierung durchritten oder ohne eine vorherige Komponente bewältigt zu haben,
    • Innerhalb des Hindernisses nicht die korrekte Reihenfolge einhält.
    • Nicht durch die das Ende des Hindernisses bezeichnenden Fähnchen ausreitet.
    • Im Stiltrail in den Klassen WE bis WM:
      1. Verreiten: – 10 Punkte
      2. Verreiten: Disqualifikation
  • Im Stiltrail in der Leistungsklasse WS führt Verreiten zur sofortigen Disqualifikation.
  • Im Speedtrail führt ein Verreiten in allen Klassen zur sofortigen Disqualifikation.
  • Generell darf der Stiltrail auch nach Disqualifikation zu Trainingszwecken beendet werden, insofern der Vorsitzende der Jury keine Einwände hat (Überforderung Pferd-Reiter-Paar). Im Speedtrail darf der Reiter nach Erlaubnis des Juryvorsitzenden 1 oder 2 „Gehorsamshindernisse“ absolvieren, jedoch nicht den restlichen Parcours.

WF
Wege zwischen den Hindernissen im Schritt oder Trab

WE
Wege zwischen den Hindernissen im Trab
Hindernisse je nach Anforderung im Trab bzw. Schritt. Leichttraben erlaubt. Es erfolgt eine niedrigere Bewertung als im Aussitzen.

WA
Wege zwischen den Hindernissen im Galopp
Hindernisse je nach Anforderung im Schritt, Trab oder Galopp
Übergänge über Schritt oder Trab möglich.

WL
Wege zwischen den Hindernissen im Galopp
Hindernisse je nach Anforderung im Galopp bzw. Schritt;
Übergänge über Schritt oder fliegende Galoppwechsel.
In jedem Hindernis kann erneut zwischen dem Wechsel über Schritt oder fliegendem Wechsel entschieden werden.

WS
Stiltrail ausgenommen der Schritthindernisse im Galopp mit fliegenden Galoppwechseln.

Für den Speedtrail gelten dieselben Bestimmungen wie für den Stiltrail. Die Prüfung endet im Speedtrail mit Durchreiten der Ziellinie. Der Schlussgruß darf entfallen. Der Parcours des Speedtrails sollte sich vom Parcours des Stiltrails unterscheiden.

  • Das Tor muss durch ein Seil ersetzt werden.
  • Der Krug sollte möglichst nicht in den Parcours integriert werden.
  • Die zwei Tonnen rückwärts sollten in den Klassen WM und WS** nicht verlangt werden.
HINDERNISSEFEHLERSEKUNDEN
Zwei TonnenUmstoßen von FässernJe +5
BrückeAb- oder Umwerfen eines HindernisteilsJe +5
ParallelslalomUmreiten von StändernJe +5
SprungAbwurf der Stangen5
PferchAb- oder Umwerfen eines Hindernisteils5
Einfacher SlalomUmreiten von StändernJe +5
Drei TonnenUmstoßen von FässernJe +5
GlockengasseUm- oder Abwerfen eines oder mehrerer Hindernisteile5
Seitwärts über StangeUmwerfen einer oder mehrerer Stangen5
RingstechenRing wird aufgenommen und mit Stange in Tonne platziert-10

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus zwei aufgestellten Fässern.

Klasse WE: Abstand 6 Meter
Klasse WA: Abstand 6 Meter
Klasse WL: Abstand 6 Meter
Klasse WM: Abstand 4 Meter
Klasse WS: Abstand 3 Meter

Abstände gemessen jeweils im Mittelpunkt der Tonnen.

INHALT:

Das Paar kommt in der Gangart seiner jeweiligen Leistungsklasse auf das Hindernis zu und umrundet das zur Rechten liegende Fass in einer Volte. Anschließend umrundet er die linke Tonne mit einer Volte, sodass eine Acht entsteht. Es verlässt das Hindernis gerade über die Mitte der gedachten Verbindungslinie der beiden Tonnen.
In den Leistungsklassen WM und WS kann das Hindernis zusätzlich auch rückwärts geritten werden. In diesem Falle wird zuerst die rechte, dann die linke Tonne umrundet. Die Übungen beginnen und enden jeweils mit dem Halt hinter der gedachten Mittellinie zwischen den Fässern.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Trab
WA: Galopp, Wechsel über Trab oder Schritt oder Trab (wird mit Wertnote maximal 6 bewertet).
WL: Galopp mit einfachem oder fliegendem Galoppwechsel
WM: Galopp mit fliegendem Galoppwechsel
WS: Galopp mit fliegendem Galoppwechsel

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus einer Brücke, die stets im Schritt zu überqueren ist (außer im Speedtrail). Diese ist mindestens 2,00 Meter lang, 1,20 Meter breit und höchstens 50 cm hoch. Sie wird durch, im Abstand von circa 1,00 bis 1,50 Meter entfernt aufgestellte, Ein- und Ausrittmarkierungen begrenzt. Die Brücke muss aus ausreichend stabilen Materialien gebaut sein und darf weder für das Pferd noch für den Reiter eine Gefahr darstellen. Sie muss mit einem Geländer, einer Kordel oder mit geeigneten Gegenständen (z. Bsp. Blumentöpfe, Pflanzen) begrenzt werden. Ihr Boden muss griffig sein.

INHALT:

Das Pferd-Reiter-Paar nähert sich der Brücke in der Gangart seiner jeweiligen Leistungsklasse. Vor den Einrittmarkierungen erfolgt ein Übergang zum Schritt. Das Pferd überquert die Brücke im Schritt (außer im Speedtrail). Nach Verlassen der Brücke und Ausrittmarkierungen erfolgt ein erneuter Übergang zum Trab oder Galopp (je nach Leistungsklasse).
Die Brücke MUSS auf alle Fälle mit mindestens einem Pferdehuf berührt werden. Andernfalls erfolgt eine sofortige Disqualifikation.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Anritt im Trab, Übergang Trab – Schritt, nach Verlassen Übergang Schritt – Trab
WA: Anritt im Galopp, Übergang über Trab zum Schritt oder Galopp – Schritt, nach Verlassen Übergang Trab – Galopp oder Schritt – Galopp
WL: Anritt im Galopp, Übergang Galopp – Schritt, nach Verlassen Übergang Schritt – Galopp
WM: Anritt im Galopp, Übergang Galopp – Schritt, nach Verlassen Übergang Schritt – Galopp
WS: Anritt im Galopp, Übergang Galopp – Schritt, nach Verlassen Übergang Schritt – Galopp

DISQUALIFIKATION:

Brücke wird übersprungen.

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus zwei parallel zueinander aufgebauten Slalomreihen. Die dazu benötigten Slalomstangen sollten jeweils circa 2,00 Meter hoch sein und dürfen nicht im Boden verankert werden.
Die große Reihe wird je nach Leistungsklasse im Abstand von 6 oder 9 Metern aufgestellt. Parallel dazu wird die kürzere Slalomreihe platziert, wobei sich deren Stangen jeweils in der Mitte zu der gegenüberliegenden Reihe befinden. Der Abstand der einzelnen Stangen beträgt sowohl in der Länge als auch in der Tiefe 6 oder 9 Meter.

WE: 5 Stangen (3 und 2 Stangen), Abstand jeweils 9 Meter
WA: 5 Stangen (3 und 2 Stangen), Abstand jeweils 9 Meter
WL: 5 Stangen (3 und 2 Stangen), Abstand jeweils 9 Meter
WM: 7 Stangen (4 und 3 Stangen), Abstand jeweils 6 Meter
WS: 7 Stangen (4 und 3 Stangen), Abstand jeweils 6 Meter

INHALT:

Um die parallel zueinander aufgestellten Slalomreihen wird sozusagen eine Schlagenlinie mit jeweils einfachem oder fliegendem Galoppwechsel über der gedachten Mittellinie geritten.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Trab
WA: Galopp mit Wechseln: Galopp – Schritt oder Galopp – Trab; Trab (wird maximal mit Wertnote 6 bewertet)
WL: Galopp mit Wechseln: Galopp – Schritt oder fliegenden Galoppwechseln
WM: Galopp mit fliegenden Galoppwechseln
WS: Galopp mit fliegenden Galoppwechseln

AUFBAU:

Der Aufbau des Sprungs sollte aus geeignetem Material bestehen und eine maximale Höhe von 50 cm nicht überschreiten. Auf alle Fälle sollte eine abwerfbare Stange oben aufliegen. Soll der Sprung unterbaut werden, muss dieser Teil fest verbaut bzw. fixiert sein. Der Sprung wird immer rot – weiß ausgeflaggt, wodurch die Richtung vorgegeben wird.

INHALT:

Der Reiter reitet den Sprung in einem rhythmischen Galopp gerade und mittig an. Der Rhythmus des Galopps vor, über und nach dem Sprung sollte beibehalten werden.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WA: Anritt im Galopp
WL: Anritt im Galopp
WM: Anritt im Galopp
WS: Anritt im Galopp

AUFBAU:

Der Pferch ist ein Zirkel von circa 5,50 Metern Durchmesser, mit einem Eingang von circa 2,00 Metern Breite. In der Mitte ist ein weiterer, kleinerer Zirkel mit etwa 3,00 Metern Durchmesser aufgebaut. Dieser kann mit Tieren oder Gegenständen aus der Working Equitation Welt phantasievoll dekoriert werden. Die Spurbreite zwischen den beiden Zirkeln beträgt 1,20 bis 1,50 Meter. Die rot-weißen Markierungen befinden an diesem Hindernis direkt am Eingang.

INHALT:

Das Paar reitet in der laut Parcoursskizze vorgegebenen Richtung und in der Gangart seiner Leistungsklasse in den Pferch ein und umrundet die innere Einfriedung einmal komplett. Dabei muss die beim Einreiten gewählte Gangart beibehalten werden. Wird auf der Parcoursskizze eine Bewältigung des Hindernisses auf beiden Händen gefordert, müssen die Richtungs- und Handwechsel den Leistungsklassen entsprechend geritten werden.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Schritt oder Trab, Wendung als halbe Volte in der gewählten Gangart
WA: Schritt oder Trab, Wendung als halbe Volte in der gewählten Gangart
WL: Schritt oder Galopp, Wendung als halbe Schrittpirouette
WM: Schritt oder Galopp, Wendung als halbe Pirouette in der gewählten Gangart, wobei bei Schritt eine niedrigere Wertnote erteilt wird
WS: Schritt oder Galopp, Wendung als halbe Pirouette in der gewählten Gangart, wobei bei Schritt eine niedrigere Wertnote erteilt wird

DISQUALIFIKATION:

Das Verlassen des Pferchs mit allen 4 Pferdebeinen.

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus mindestens 5 Stangen mit einer Länge von
je 2,00 Metern. Diese sind senkrecht in Ständern in einer geraden Linie aufgestellt und dürfen nicht im Boden fest verankert worden sein.

Sie haben einen Abstand von jeweils:

WE: 9 Meter
WA: 9 Meter
WL: 9 Meter
WM: 6 Meter
WS: 6 Meter

Anfang und Ende des Hindernisses werden mit rot weißen Markierungen vorgegeben. Es ist auch eine Kombination zwischen einfachem und Parallelslalom möglich (Kombination Parallelslalom 4/5). Hierbei ist auf eine korrekte Ausflaggung der Hindernisse zu achten!

INHALT:

Das Paar umreitet die aufgestellten Stangen in Schlangenlinien. Der Reiter beginnt im Handgalopp, wobei bei jedem Richtungswechsel korrektes Umstellen bzw. der Leistungsklasse entsprechende Galoppwechsel erfolgen. Die Wechsel sollen auf der zwischen den Stangen gedachten Linie ausgeführt werden.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Trab
WA: Trab (wird maximal mit Wertnote 6 bewertet) oder Galopp mit Wechseln über Trab oder Schritt
WL: Galopp mit einfachen Wechseln (Galopp – Schritt) oder fliegenden Galoppwechseln
WM: Galopp mit fliegenden Galoppwechseln
WS: Galopp mit fliegenden Galoppwechseln

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus drei Tonnen, die in der Form eines gleichschenkligen Dreiecks aufgestellt sind.
Der Abstand der Tonnen (gemessen jeweils im Mittelpunkt der Tonnen) beträgt:

WE: 6 Meter
WA: 6 Meter
WL: 6 Meter
WM: 4 Meter
WS: 3 Meter

INHALT:

Das Pferd kommt der Parcoursskizze entsprechend gerade auf das Hindernis zu. Es überquert die gedachte Verbindungslinie zwischen den mit rot und weiß markierten Tonnen und beginnt die erste Tonne mit einer ganzen Rechtsvolte zu umrunden. Auf der gedachten Linie zwischen der ersten und zweiten Tonne erfolgt ein Richtungswechsel, um die zweite Tonne mit einer halben Linksvolte zu umreiten. Auf der gedachten Linie zwischen der zweiten und dritten Tonne erfolgt erneut ein Richtungswechsel, um die dritte Tonne mit einer ganzen Rechtsvolte zu umrunden. Anschließend verlässt das Pferd das Hindernis zwischen der dritten und ersten Tonne, was auch dem Einritt entspricht.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WA: Galopp mit Wechseln über Trab oder Trab (wird maximal mit Wertnote 6 bewertet)
WL: Galopp mit einfachen Wechseln (über Schritt) oder fliegende Galoppwechsel
WM: Galopp mit fliegenden Galoppwechseln
WS: Galopp mit fliegenden Galoppwechseln

AUFBAU:

Das Tor sollte stabil aus Holz und oder Metall gefertigt und circa 2,00 Meter breit sein. Die Seitenteile sollten mindestens 1,30 Meter hoch und massiv genug sein, um das Tor sicher zu halten. Gegebenenfalls müssen diese beschwert werden. Zum Verschließen eignen sich Metall- oder Holzbügel sowie Schlaufen aus Kordel oder Kunststoff.
Im Speedtrail muss das Tor durch eine Kordel ersetzt werden.
Je nach Parcoursgestaltung ist es nach links oder rechts zu öffnen.

INHALT:

Das Pferd kommt in der der Leistungsklasse entsprechenden Gangart im 90° Winkel auf das Hindernis zu. Kurz vor dem Tor erfolgt ein Übergang in den Schritt.
Das Pferd-Reiter-Paar führt eine halbe Vorhandwendung aus (links oder rechts, je nachdem, in welche Richtung das Tor zu öffnen ist) und positioniert sich damit parallel zum Tor. Das Pferd steht geschlossen und so positioniert, dass der Reiter das Tor mühelos öffnen kann. Möglichst ohne das Tor loszulassen wird es durchritten (In den Klassen WM, WS erfolgt andernfalls negative Bewertung). Sobald das Pferd vollständig auf der anderen Seite ist, positioniert sich das Pferd parallel zum Tor, kommt zum geschlossenen Halt, bis der Reiter das Tor verriegelt hat. Er wendet das Pferd in einem 90° Winkel vom Tor ab, um gerade in der geforderten Gangart das Hindernis zu verlassen.
Je nach Parcoursskizze kann das Hindernis vorwärts und oder rückwärts geritten werden.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WA: Anritt im Galopp, Übergang über Trab zum Schritt, Hindernis nur Vorwärts (WE und WA können Hindernis auslassen, es erfolgt dabei Wertnote 0)
WL: Anritt im Galopp, Übergang Galopp-Schritt, Vorwärts und oder Rückwärts
WM: Anritt im Galopp, Übergang Galopp-Schritt, Vorwärts und oder Rückwärts
WS: Anritt im Galopp, Übergang Galopp-Schritt, Vorwärts und oder Rückwärts

DISQUALIFIKATION:

• Tor wird nicht geschlossen (WE und WA ausgenommen)
• Verschobene oder umgeworfene Teile des Tores sind wieder aufzustellen, um das Schließen zu ermöglichen.

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus zwei Stangen von etwa 4,00 Metern Länge, die 5 cm bis 60 cm über dem Boden liegen. Zwischen den beiden Balken befindet sich eine Gasse. Am Ende der Gasse ist ein Glöckchen in etwa 2,00 Meter Höhe angebracht. Das Hindernis wird circa 1,00 Meter entfernt rot-weiß ausgeflaggt. In den Klassen WM und WS können die Markierungen direkt am Einritt platziert sein.

WE: Gasse 1,50 Meter breit
WA: Gasse 1,50 Meter breit
WL: Gasse 1,50 Meter breit
WM: Gasse 1,20 Meter breit
WS: Gasse 1,20 Meter breit

Die Gasse kann auch als „L“ aufgebaut werden (ab Leistungsklasse WA).

INHALT:

Vor der rot weißen Markierung erfolgt der Übergang in den Schritt. Das Paar reitet in die Gasse und kommt am Ende zum geschlossenen Halt. Der Reiter klingelt im Stillstand das Glöckchen und richtet anschließend rückwärts aus der Gasse heraus bis auch die Vorderbeine des Pferdes die rot-weiße Markierung verlassen haben.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Gasse gerade, Einreiten im Schritt
WA: Gasse gerade oder als „L“, Einreiten im Schritt
WL: Gasse gerade oder als „L“, Einreiten im Schritt
WM: Gasse gerade oder als „L“, Einreiten im Schritt oder Galopp
WS: Gasse gerade oder als „L“, Einreiten im Schritt oder Galopp

DISQUALIFIKATION:

Glöckchen wird nicht geläutet.

AUFBAU:

Auf einem etwa 1,00 Meter hohen, freistehenden Tisch steht ein mit Flüssigkeit oder Sand gefüllter Krug oder ähnlicher Behälter. Das Hindernis wird nur mit einer Nummer gekennzeichnet.

INHALT:

Das Pferd-Reiter-Paar nähert sich dem Tisch in der geforderten Gangart und führt auf Höhe des Tisches eine ganze Parade zum geschlossenen Halten durch. Der Reiter hebt den Krug mit seiner Arbeitshand über den Kopf, während das Pferd unbeweglich bleibt und stellt ihn wieder auf den Tisch zurück. Der Reiter verlässt das Hindernis in der gewählten Gangart.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Trab, Übergang über Schritt zum Halten
WA: Galopp, Übergang über Trab oder Schritt zum Halten
WL: Galopp, Übergang über Schritt zum Halten
WM: Übergang Galopp, Halt
WS: Übergang Galopp, Halt

DISQUALIFIKATION:

• Krug/ Flasche wird nicht angehoben.
• Fällt der Tisch um oder der Krug fällt zu Boden, bevor der Reiter das Hindernis mit dem Pferd deutlich verlassen hat, muss der Tisch wieder aufgestellt werden. Anschließend muss der Krug vom Pferd aus wieder auf den Tisch gestellt werden.

AUFBAU:

Aus 6 circa 2,00 Meter hohen Stangen wird eine Gasse gebaut. Der Abstand der Stangen in der Länge beträgt 2,50 Meter. Die Breite variiert nach Leistungsklasse. Auf der letzten Stange, am Ende der Gasse befindet sich ein Becher oder Ähnliches (Für Rechtshänder rechts, für Linkshänder links). Das Hindernis ist rot-weiß auszuflaggen.

Breite der „Gasse“:
WA: 2,00 Meter
WL: 2,00 Meter
WM: 1,50 Meter
WS: 1,50 Meter

INHALT:

Der Einritt an das Hindernis erfolgt in der geforderten Gangart, bis das Pferd zwischen den letzten beiden Stangen zum Halten kommt. Während das Pferd im geschlossenen Halt still steht, nimmt der Reiter mit seiner Arbeitshand den Becher auf. Mit dem Becher in der Hand richtet der Reiter um die beiden Stangen im Slalom rückwärts und kommt zwischen den ersten beiden Stangen erneut zum Halten. Hier platziert er den Becher auf der letzten Stange. Dabei darf die einmal gewählte Seite und gewählte Hand nicht gewechselt werden.
Das Hindernis ist beendet, wenn der Becher abgesetzt ist, alle Stangen der gewählten Seite stehen und das Pferd das Hindernis durch die rot-weißen Markierungen mit allen vier Beinen verlassen hat.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WA: Im Schritt eingeritten
WL: Im Schritt eingeritten
WM: Im Schritt oder Galopp eingeritten
WS: Im Schritt oder Galopp eingeritten

DISQUALIFIKATION:

Falls auf dieser Seite eine Stange umfällt, muss sie wieder aufgestellt werden, wobei der Becher vom Pferd aus auf die Stange zu setzen ist.

AUFBAU:

Das Hindernis kann aus einer circa 4,00 Meter langen Stange bestehen, als „L“ gelegt oder aus zwei parallel zueinander gelegten Stangen sein. Diese sollten auf circa 5 cm bis 10 cm hohen Auflagen liegen. Der Ein- und Ausritt ist durch rot-weiße Markierungen gekennzeichnet. Die Richtung des Seitenganges kann auf der Parcoursskizze vorgegeben werden.

INHALT:

Das Pferd-Reiter-Paar kommt in der geforderten Gangart gerade auf das Hindernis zu und pariert vor den rot-weißen Markierungen zum Schritt. Er platziert die Stange in der vorgegeben Richtung mittig unter das Pferd, dass sich die Stange zwischen den Vorder- und Hinterbeinen befindet und darf nicht berührt werden.
Die Stange muss sich über die gesamte Länge zwischen den Vorder- und Hinterbeinen des Pferdes befinden. Deutliches Kreuzen der Vorder- und Hinterbeine soll erkennbar sein.
Tritt das Pferd hinter oder vor die Stange, muss der Reiter das Pferd wieder an der gleichen Stelle über die Stange treten lassen und das Hindernis von dort aus korrekt beenden. Erst nach Verlassen der Ausrittmarkierungen gilt das Hindernis als beendet.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WA: Schritt, Schenkelweichen
WL: Schritt, Schenkelweichen
WM: Schritt, Travers
WS: Schritt, Travers

SPEEDTRAIL: Gangart und Kopfrichtung frei wählbar

DISQUALIFIKATION:

Beenden des Seitwärts über der Stange, ohne die Stangen zwischen den Beinen

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus zwei jeweils 2,00 Meter langen Stangen aus Holz oder Metall, die in einem Abstand von 1,20 Meter senkrecht in Ständern aufgestellt werden. Diese dürfen nicht im Boden verankert sein. Auf einem der beiden Ständer befindet sich ein Becher, Kleidungsstück oder ähnliches.

INHALT:

Der Reiter kommt in der geforderten Gangart angeritten und führt zwischen den Stangen eine Haltparade durch. Das Pferd sollte so positioniert werden, dass der Reiter bequem den Becher mit seiner Arbeitshand auf der gegenüberliegenden Stange platzieren kann. Dabei sollte das Pferd geschlossen und still stehen. Wenn der Becher ordnungsgemäß und sicher abgesetzt ist, wird das Hindernis gerade und prompt in der entsprechenden Gangart wieder verlassen.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Übergang Trab, Schritt zum Halten
WA: Übergang Galopp, Trab, Schritt zum Halten
WL: Übergang Galopp, Schritt zum Halten
WM: Übergang Galopp, Halt
WS: Übergang Galopp, Halt

DISQUALIFIKATION:

• WE, WA, WL, WM, WS: Umgeworfene Ständer werden nicht wieder aufgestellt.
• Der Becher wird nicht vom Pferd aus aufgesetzt

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus einer stabilen Tonne oder einem Fass, in dem eine
2,00 – 3,00 Meter lange Stange mit einem Durchmesser von mindestens 2,50 cm steckt. Die Stange sollte an der Spitze eine Markierung haben.

INHALT:

Der Reiter nähert sich dem Fass in der der Leistungsklasse entsprechenden Gangart. Mit der gewählten Arbeitshand entnimmt er die Stange aus dem Fass. Ergreift er die Garrocha mit der rechten Hand kommt er im Rechtsgalopp (Linkshänder im Linksgalopp). Das Fass darf gegebenenfalls einmalig umrundet werden. Das Pferd muss beim Aufnehmen der Stange den Takt der jeweiligen Gangart halten.
Fällt das Fass um, muss dieses wieder aufgestellt werden.
Nach Aufnehmen der Stange darf kein anderes Hindernis verlangt werden als Ring stechen und Stange absetzen (Ausnahme WS).

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Anritt im Trab oder Schritt, Stange aufnehmen im Schritt (auch im Halten möglich bei geringerer Wertnote)
WA: Anritt im Galopp, Stange aufnehmen im Schritt oder Galopp
WL: Anritt im Galopp, Stange aufnehmen im Galopp
WM: Anritt im Galopp, Stange aufnehmen im Galopp
WS: Anritt im Galopp, Stange aufnehmen im Galopp

DISQUALIFIKATION:

• Stange nicht aufgenommen oder fallen gelassen und nicht aufgehoben
• Umwerfen des Fasses und nicht wieder aufgestellt

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus einer Stierattrappe mit einer Halterung, an der ein Ring mit einem Durchmesser von mindestens 15 cm befestigt werden kann.

INHALT:

Der Reiter kommt in der geforderten Gangart an das Hindernis und nimmt mit der Spitze der Stange den Ring auf. Ist die rechte Hand die gewählte Arbeitshand, kommt das Pferd im Rechtsgalopp (linke Hand im Linksgalopp). Wird der Ring nicht aufgenommen, kann das Hindernis maximal mit Wertnote 5 bewertet werden.
Garrocha aufnehmen, Ringstechen und Garrocha abstellen können als ein Hindernis ausgeschrieben und gewertet werden. Da diese drei Teile dann ein Hindernis bilden, darf die Linie dazwischen nicht gekreuzt werden.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Anritt im Trab oder Schritt, Ringstechen im Schritt
WA: Galopp (Trab möglich bei geringerer Wertnote)
WL: Galopp
WM: Galopp
WS: Galopp

Prinzipiell ist nur ein Versuch zum Aufnehmen des Ringes möglich.

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus einer stabilen Tonne oder einem Fass. In dieses wird die Stange abgestellt.

INHALT:

Wird der Behälter vor oder während des Abstellens der Stange umgestoßen, muss der Reiter absteigen und das Fass wieder aufstellen.
Fällt die Stange nach dem Abstellen wieder aus dem Fass heraus, muss der Reiter absteigen, wieder aufsteigen und die Stange vom Pferd aus erneut in das Fass stellen.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WE: Anritt im Trab oder Schritt, Stange abstellen im Schritt (auch im Halten möglich bei geringerer Wertnote)
WA: Anritt im Galopp, Stange abstellen im Schritt oder Galopp
WL: Anritt im Galopp, Stange abstellen im Galopp
WM: Anritt im Galopp, Stange abstellen im Galopp
WS: Anritt im Galopp, Stange abstellen im Galopp

DISQUALIFIKATION:

• Stange nicht vom Pferd aus zurückgestellt
• Umwerfen des Fasses ohne wieder Aufstellen

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus einem Wassergraben mit mindestens 2,00 Meter Breite und einer maximalen Wassertiefe von 20 cm.

INHALT:

Das Hindernis wird in der entsprechenden Gangart angeritten. Der Reiter kann das Hindernis in dieser Gangart durchreiten oder auch im Schritt. Das Pferd soll das Wasser frei und ohne Widersetzlichkeit durchqueren und zeigen, dass es mit dem Durchschreiten von Wasser vertraut ist.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WL: Schritt
WM: Schritt oder Galopp
WS: Schritt oder Galopp

AUFBAU:

Dieses Hindernis entspricht einem Wall aus der Geländestrecke der Vielseitigkeit: Den Beginn des Hindernisses bildet eine Rampe, die auf eine um etwa 50 cm erhöhte Ebene führt, die senkrecht abschließt.

INHALT:

Das Hindernis wird in der entsprechenden Gangart angeritten. Entsprechend der Leistungsklasse kann es in derselben Gangart oder im Schritt überquert werden. Ziel ist es zu sehen, wie das Pferd das Hindernis angeht und wie es aus einer Höhe von etwa 50 cm zurück auf das eigentliche Bodenniveau springt und damit Vertrauen in die Hilfen des Reiters beweist.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WL: Schritt
WM: Schritt oder Galopp
WS: Schritt oder Galopp

AUFBAU:

Das Hindernis besteht aus einem Kiesbett oder einer Plane. Die Abmessung sollte mindestens 2,00 Meter breit und 3,00 – 5,00 Meter lang sein.

INHALT:

Wegen der Schwierigkeit dieser Aufgabe ist das Hindernis im Schritt, jedoch frei und ohne Zögern zu überwinden.

ANFORDERUNGEN NACH KLASSEN:

WL: Anritt im Galopp, Übergang zum Schritt, im Schritt überqueren, nach den rot weißen Markierungen Übergang Galopp
WM: Anritt im Galopp, Übergang zum Schritt, im Schritt überqueren, nach den rot weißen Markierungen Übergang Galopp
WS: Anritt im Galopp, Übergang zum Schritt, im Schritt überqueren, nach den rot weißen Markierungen Übergang Galopp

  • Grundlinie überreiten vor Läuten der Glocke
  • Überschreiten des 60 Sekunden Countdowns zum Überreiten der Grundlinie nach der Glocke
  • Verstöße gegen den Tierschutz, zum Beispiel:
    • das Rind zu heftig treiben,
    • das Rind gegen die Bande treiben,
    • Pferd schlägt nach dem Rind,
    • Pferd beißt das Rind.
  • Im Vorfeld des Turniers muss ein Rinderbeauftragter mit ausreichend Sachverstand und Erfahrung ernannt werden, der für das Wohlergehen der Rinder und den Ablauf der Rinderprüfung zuständig ist. Dieser wird in der Ausschreibung vermerkt.
  • Vor dem Start der ersten Rinderprüfung muss pro Herde ein Setteln der Rinder stattfinden.
  • Das Setteln der Rinder sollte von Reitern durchgeführt werden, die nicht am Turnier teilnehmen. Sollte dies nicht möglich sein, muss der Rinderbeauftragte einen Reiter des Turniers, mit Zustimmung desselben, als Settler bestimmen
  • Die Rinderarbeit kann in den Klassen WL, WM und WS ausgeschrieben werden
  • Der Reiter separiert innerhalb von 100 Sekunden alleine ein Rind von der Herde und treibt dieses:
    • WL: über die Grundlinie
    • WM: über die Corrallinie
    • WS: in den Corral und läutet die Glocke

Die Aufgabe ist bewältigt:

  • WL: wenn sich das zu treibende Rind alleine hinter der entsprechenden Linie befindet.
  • WM: wenn sich das zu treibende Rind alleine hinter der entsprechenden Linie befindet.
  • WS: wenn sich das zu treibende Rind alleine im Corral befindet und die Glocke geläutet wurde.

In allen Klassen müssen sich die anderen Rinder im Herdenbereich hinter der Grundlinie befinden.

  • WL: 2 Rinder/ Reiter, jeweils 100 Sekunden
  • WM: 2 Rinder/ Reiter, jeweils 100 Sekunden
  • WS:  3 Rinder/ Reiter, jeweils 100 Sekunden

 

  • Die Rinder werden vor Beginn der Rinderarbeit zugelost
  • Für die Rinderarbeit werden mindestens 2 Richter empfohlen
  • Der Richter an der Grundlinie überprüft, ob am Ende der Prüfung alle Rinder im Herdenbereich sind, wenn der Reiter:
    • WL: das Rind über die Grundlinie getrieben hat
    • WM: das Rind über die Corrallinie getrieben hat
    • WS: das Rind in den Corral getrieben und die Glocke geläutet wurde
  • Der Richter an der Corrallinie überprüft, ob:
      • WM: das zu arbeitende Rind die Corrallinie überquert hat
      • WS: das zu arbeitende Rind ordentlich in den Corral getrieben wurde.

Zu Beginn befindet sich der startende Teilnehmer alleine in der Reitbahn außerhalb der Grundlinie. Alle Rinder befinden sich im Herdenbereich hinter der Grundlinie.

Zeitwertung und Startfreigabe:

  • Der Reiter grüßt die Jury.
  • Die Prüfung beginnt nach Startfreigabe (Glocke) durch die Richter.
  • Der Reiter hat danach 60 Sekunden (Countdown) Zeit, über die Grundlinie zu reiten.

 

  • WL: Die Zeit wird beim Überreiten der Grundlinie gestartet und angehalten, wenn das zu arbeitende Rind über die Grundlinie getrieben wurde UND gleichzeitig alle anderen Rinder im Herdenbereich sind.
  • WM: Die Zeit wird beim Überreiten der Grundlinie gestartet und angehalten,  wenn das zu arbeitende Rind hinter die Corrallinie getrieben wurde UND gleichzeitig alle anderen Rinder im Herdenbereich sind.
  • WS: Die Zeit wird beim Überreiten der Grundlinie gestartet und angehalten, wenn das zu arbeitende Rind im Corral ist und der Reiter die Glocke am Corral läutet UND gleichzeitig alle anderen Rinder im Herdenbereich sind.

 

  • „Verlorenes Rind“:
    • Läuft das zu sortierende Rind nach dem erfolgreichen Aussortieren aus  dem Herdenbereich wieder in den Herdenbereich zurück in die Herde, ist der Durchgang erfolglos beendet und der Teilnehmer erhält die Höchstzeit von 100 Sekunden.
    • Außer dem zugeteilten Rind dürfen nur maximal 3 weitere Rinder die Grundlinie überqueren. Andernfalls ist der Durchgang erfolglos beendet. Der Teilnehmer erhält die Höchstzeit von 100 Sekunden.

 

  • Nach Beendigung der Prüfung bringt der Reiter alle Rinder zurück in den Herdenbereich und hält die Rinder an der kurzen Seite bis der nächste Reiter zu Beginn seiner Prüfung die Richter gegrüßt hat.
  • Sobald der vorherige Reiter den Herdenbereich verlassen hat, können die Richter den Beginn der nächsten Prüfung durch die Glocke anzeigen.

Die Zeiten der 2 bzw. 3 Durchgänge pro Teilnehmer werden addiert und in aufsteigender Reihenfolge rangiert. Alle Teilnehmer mit den Maximalzeiten (200 bzw. 300 Sekunden) werden auf dem gleichen (letzten) Platz rangiert

  • Der Richter hat die Möglichkeit, die Prüfung während des ersten Durchganges des ersten Reiters mit dem ersten Rind abzubrechen und ein erneutes Setteln der Herde zu verlangen.
  • Der erste Reiter kann während der Arbeit mit dem ersten Rind um Abbruch der Prüfung bitten und ein erneutes Setteln der Herde verlangen.
  • Diesem Wunsch MUSS entsprochen werden.
  • Dauer des Settelns beträgt circa 15 Minuten, danach startet der Wettbewerb erneut.
HINDERNISSEFEHLERSEKUNDEN
Zwei TonnenUmstoßen von FässernJe +5
BrückeAb- oder Umwerfen eines HindernisteilsJe +5
ParallelslalomUmreiten von StändernJe +5
SprungAbwurf der Stangen5
PferchAb- oder Umwerfen eines Hindernisteils5
Einfacher SlalomUmreiten von StändernJe +5
Drei TonnenUmstoßen von FässernJe +5
GlockengasseUm- oder Abwerfen eines oder mehrerer Hindernisteile5
Seitwärts über StangeUmwerfen einer oder mehrerer Stangen5
RingstechenRing wird aufgenommen und mit Stange in Tonne platziert-10
HindernisWFWEWAWLWMWS*WS**
2 Tonnen6 m6 m6 m6 m4 m3 m3 m
2 Tonnen rückwärtsNeinNeinNeinNeinNein
Brücke
ParallelslalomNein9 m9 m9 m6 mNein6 m
SprungNeinNein
PferchNur eine
Richtung
Einfacher Slalom9 m9 m9 m9 m6 m6 m6 m
3 TonnenNein6 m6 m6 m4 mNein3 m
TorNeinNein
GlockengasseNeinNur
gerade
Nur
gerade
Krug
Umsetzen Becher
RückwärtsslalomNeinNur gerade
Seitwärts über
Stange
NeinNeinSchenkel
weichen
Schenkel
weichen
TraversNur
1 Stange
Travers
Stange aufnehmenNein
RingstechenNein
Stange abstellenNein
WassergrabenNeinNeinNein
WallNeinNeinNein
Kiesbett/ PlaneNeinNeinNein